Zukunftsdialog startet neuen Schwerpunkt

Gemeinsam drücken Menschen einen Pfeil nach oben: Mit Invesititionen Zukunft gestalten – Demokratie erhalten

Der Kampf gegen die Schwarze Null – darum geht’s jetzt beim Zukunftsdialog. Was brauchen wir jetzt und nach der Krise für ein gutes Leben und gute Arbeit? Wir denken: Es sollte mehr investiert werden in Infrastruktur, in die Arbeitsmarktpolitik und in Bildung. Die demokratische Kultur muss gestärkt werden, damit alle mehr zusammenhalten und sich besser gegen Rechts wehren können. 

Die Corona-Krise hat uns gezeigt, was nicht rundläuft in unserer Gesellschaft: viel zu viele Menschen verdienen im Niedriglohnsektor, zwischen den Geschlechtern ist noch vieles ungleich und die globalen Lieferketten sind störanfällig – um nur einige Probleme zu nennen. Ziemlich schnell gab es Hilfen vom Staat und haben Pleitewellen und Massenarbeitslosigkeit erstmal abgewendet. Jetzt muss es darum gehen, Wege aus der Krise zu finden und aus ihr zu lernen. Denn der Wandel unserer Gesellschaft läuft bereits und wird noch Fahrt aufnehmen durch Klimaerwärmung, Digitalisierung, Globalisierung und demografische Entwicklung.

Wir stehen vor vielen Herausforderungen wünschen uns mehr Sicherheit. Mit mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt stärken wir unsere Demokratie. Jetzt jedenfalls sind Investitionen in vielen Bereichen nötig, um uns für die Zukunft fit zu machen. Das Ziel muss sein, gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland schaffen. Allen Bürgerinnen und Bürgern soll ein sicheres und gutes Leben ermöglicht werden. Denn Zusammenhalt, Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Sicherheit sorgen dafür, dass rechte Demokratie-Verächter wenig Gehör finden.

Der Zukunftsdialog nimmt dieses Thema auf die Agenda und wird mit dem vierten Schwerpunkt "Mit Investitionen Zukunft gestalten – Demokratie erhalten" von November bis Anfang 2021 informieren, Debatten anstoßen, zuhören und Forderungen entwickeln und öffentlich machen. Gemeinsam mit Ihnen allen sollen gerechte und soziale Lösungen für die Umbrüche unserer Zeit gefunden und die Ziele eines Neustarts nach der Krise und ihre Umsetzung definiert werden. 

Im Mittelpunkt stehen diese Handlungsfelder:

Strukturwandel gestalten

Die bestehende Wirtschaftsstruktur wird durch digitale Innovationen einschneidend verändert. Gleichzeitig muss sie nachhaltig umgebaut werden, um Klimaschutzziele einzuhalten. Der Strukturwandel erfasst zunehmend auch wirtschaftlich starke Branchen und Regionen. Das verunsichert viele Menschen. 

Ein Beitrag beim Zukunftsdialog sorgt sich: Die Digitalisierung und Industrie.4.0 wird noch viele in die Armut schicken!

Hier muss eine Strukturpolitik helfen, die präventiv wirkt.

Investitionen stärken

Nur wenn jetzt klug und nachhaltig investiert wird, sind gute Arbeit und gutes Leben für alle in unserer Gesellschaft in Zukunft möglich. Ob es uns morgen gut geht, hängt an unseren Investitionen von heute. Bürgerinnen und Bürger spüren deutlich, wenn der Staat sich zurückzieht und die Infrastruktur bröckelt. Es muss mehr getan werden für gute Internetverbindungen, Gesundheitsversorgung, Schulen und Forschung, gut ausgebaute Verkehrswege, bezahlbare Energie und vieles mehr. 

Ein Beitrag im Zukunftsdialog erzählt, wie es vor Ort aussieht: Hier fehlt so vieles! So viele Menschen aber nix los. Kein Restaurant, kein Eisdiele, kein Cafe, keine Drogerie, kein Zeitungsladen, kein Lottoladen, keine guten Ärzte die auch Termine haben und noch vieles mehr!

Arbeitsmarktpolitik für den Wandel fit machen

Aktuell muss zunächst soziale Sicherheit in der Krise gewährleistet werden. Auf dem Arbeitsmarkt darf im Wandel niemand zurückgelassen werden. Auch zukünftig muss es genügend Fachkräfte geben – sie sind Kern von wirtschaftlichem Erfolg.

Bildungspolitik neu ausrichten

Damit der Wandel gestaltet werden kann ist eine gute Schulbildung, Ausbildung oder Studium zentral. Dafür braucht es wiederum gut aus- und weitergebildetes Personal. 

Ein Beitrag beim Zukunftsdialog fordert: Klassenstärke von max. 15 Kindern, mehr Digitalisierung, gleiches Gehalt für Lehrer aller Schulformen

Die Corona-Krise hat die Schwachstellen des deutschen Bildungssystem einmal mehr offen gelegt: Es ist mittelmäßig, sozial ungerecht und schlecht finanziert. Hier muss dringend gehandelt werden.

Demokratische Kultur stärken

Wandel wird von vielen als Bedrohung wahrgenommen. Es zeigt sich deutlich, dass die Krise die Gesellschaft weiter spaltet. Rechte Ideologen und Verschwörungstheoretiker nutzen diese Zeit. Sie schüren Ängste und Zweifel am Staat und an den Medien. Der soziale Zusammenhalt muss jetzt gestärkt werden. Wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft.

Zu all diesen Themen wollen wir mit Ihnen in den kommenden Monaten diskutieren, ihnen zuhören und gemeinsam Ideen entwickeln. Bringen Sie sich schon jetzt über unten stehendes Kommentarfeld ein: Was fehlt bei Ihnen vor Ort? Was würde helfen?

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