Wenn Homeoffice keine Option ist

Wenn Homeoffice keine Option ist: Was wünschst du dir für mehr Sicherheit auf der Arbeit?

Im März arbeitete fast die Hälfte der Deutschen von zuhause aus. Mit steigenden Corona-Fällen, wächst auch jetzt wieder die Zahl der Menschen im Homeoffice. Doch in vielen Berufen ist das unmöglich. Ob Krankenpflegerin, Busfahrer oder Handwerker: die Liste von Arbeitsstellen, die nicht nach Hause verlegt werden können, scheint endlos. Gehören Sie dazu? Schreiben Sie uns unten in den Kommentaren, von Ihren Erfahrungen auf der Arbeit. Was würden Sie sich jetzt für mehr Sicherheit auf der Arbeit wünschen?

Arbeitsschutz in der Corona-Pandemie

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel schreibt Arbeitgebern und Dienstherren Maßgaben zu Gefährdungsbeurteilungen, Schutzmaßnahmen und arbeitsmedizinischer Prävention während der Pandemie vor. Dazu gehört unter anderem eine Prüfung der Arbeitsaufgaben und der Arbeitszeit. Und nicht nur die körperliche Gesundheit muss geschützt werden, auch psychische Belastungsfaktoren gehören berücksichtigt. Wichtig ist dabei: Natürlich greifen Mitbestimmungsrechte in der Pandemie weiterhin. So müssen Personal- oder Betriebsräte bei der Aktualisierung von Gefährdungsbeurteilungen beteiligt werden.

Schutz durch Scheiben, Arbeitszeiten und Mund-Nasen-Bedeckung

Um Beschäftigte zu schützen, gilt das sogenannte TOP-Prinzip, das vorgibt, in welcher Reihenfolge Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind:

  1. Technische Maßnahmen wie zum Beispiel das Anbringen von Plexiglasscheiben
  2. Organisatorische Maßnahmen wie das Anpassen von Arbeitszeiten
  3. Personenbezogene Maßnahmen wie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
Doch wie sieht die Realität aus? Haben Sie bereits gute Beispiele in der Praxis erlebt? Sind Sie mit dem Verhalten von Arbeitgebern und Dienstherren zufrieden? Würden Sie sich weitere Regeln durch den Gesetzgeber wünschen? Schreiben Sie uns im Kommentarfeld Ihre Meinung.

Kommentare

Viele Kolleginnen und Kollegen, die nicht im Homeoffice arbeiten können fragen sich, welchen finanziellen Ausgleich es für sie gibt. Sie haben die Fahrzeit und den Weg zu bewältigen und setzen sich dabei ja auch einem Risiko aus.

Die Digitalisierung des öffentlichen Dienstes fehlt. Viele Bereiche hätten schon vor Corona dementsprechend ausgestattet werden können. Vorrausschauend planen und umsetzen, das fehlt. Nicht nur von der Wirtschaft verlangen sondern die Vorbildfunktion leben.

Völlig korrekt. In der Familie erlebe ich das aktuell sehr deutlich. Für mich in der privaten Dienstleistung ist ortsflexibles Arbeiten ohne Probleme möglich. Alle technischen Voraussetzungen hierzu wurden bereits in der Vergangenheit geschaffen. Meine Frau ist im öffentlichen Dienst beschäftigt und dort ist dies, obwohl die Tätigkeit es ermöglichen würde, aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten (keine mobilen Endgeräte oder eine digitale Akte) unmöglich.
Der Staat wird den Ansprüchen, die er an Andere stellt, selber nicht gerecht.

Bei uns auf der Baustelle gibts kein Corona, es geht weiter wie vorher. Die Kolegen fahren zu fünft im Bus, Masken werden nicht gestellt, tägliche Baustellenbesprechungen der verschiedenen Gewerke auf engstem Raum (bis zu 10 Personen die in den Plan schauen), ein Dixi für 15 Personen mit einmal wöchenticher reinigung, Sozialräume werden von allen, auch Fremdarbeitern, genutzt- auch gleichzeitig, kaltes Wasser aus dem Schlauch mehr gibts nicht, und so gehts in allen Bereichen.

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