Trifft die Krise wirklich alle gleich?

Waage: Corona verschärft Ungerechtigkeiten

Freiheiten im Homeoffice für die einen, Kurzarbeit und Existenzangst für die anderen – wir befinden uns zwar alle mitten in der Corona-Krise, aber ihre Auswirkungen sind für uns alle völlig unterschiedlich. Kurz gesagt: Wer vor der Krise finanziell oder sozial schlechter gestellt war, wird jetzt noch stärker abgehängt. 

Kurzarbeit und Jobverlust treffen vor allem GeringverdienerInnen

Die Universität Mannheim hat genauer hingeschaut, wer von der Krise wie betroffen ist. Die Ergebnisse sind erschreckend: Ein gutes Viertel der Beschäftigten in Deutschland arbeitete während des Lockdowns im Home-Office. Darunter waren deutlich mehr Personen mit hohem Bildungsabschluss und gutem Verdienst. Kurzarbeit und Jobverlust betrifft insbesondere Menschen mit geringem Einkommen. Besonders betroffen sind Berufe im Gastgewerbe und im Bereich Kunst und Kultur. 

Risiken bei Corona ungleich verteilt

Die Risiken der Corona-Pandemie sind ungleich verteilt: Untere Einkommensgruppen arbeiten kaum im Homeoffice und haben aufgrund ihrer Arbeit vor Ort vermutlich ein größeres Risiko sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Gleichzeitig sind sie früher von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie wie beispielsweise von Arbeitslosigkeit betroffen. Bestehende soziale Ungleichheiten werden verstärkt und können dabei weitere gesellschaftliche Probleme nach sich ziehen. Wer benötigt jetzt Unterstützung? Wie schaffen wir es, als Gesellschaft gut durch die Krise zu kommen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

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