Solidarität in der Corona-Krise gefordert – und für die Zeit danach

Gabenzaun während Corona-Krise in Berlin

Gabenzäune für Bedürftige, Einkaufshilfe in der Nachbarschaft, Hinterhof-Konzerte: Vielerorts kümmern sich Menschen in der aktuellen Krise umeinander und zeigen sich solidarisch. Auch in vielen Diskussionen im Zukunftsdialog wird mehr Solidarität und Zusammenhalt eingefordert.

Forderungen nach "Corona-Soli" und Vermögensteuer

Da viele Beschäftigte und Unternehmen wegen der Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten, fordert ein Teilnehmer zum Beispiel die Einführung eines "Corona-Solis" ab einem bestimmten Einkommen. Bei einer nicht repräsentativen Umfragen im Instagram-Kanal des Zukunftsdialogs erhält dieser Vorschlag viel Zustimmung: Zwei Drittel der Teilnehmenden stimmen dafür.

Ein anderer Beitrag geht in eine ähnliche Richtung und befürwortet höhere Steuern für Reiche, um die Kosten der Krise zu schultern.

Achtsamer miteinander umgehen

Ein weiterer Teilnehmer schreibt: "Eine Welt, die durch uns Menschen scheinbar vollständig berechen- und beherrschbar scheint, stellt ein Virus vollständig auf den Kopf." Er fordert für die Zeit nach der Krise: "Wir müssen achtsamer mit Mitmenschen und Ressourcen umgehen und uns die Frage stellen, ob permanentes Wachstum in einer endlichen Welt sinnvoll ist."

Solidarität in EU stärken

Stärkere Solidarität innerhalb der Europäischen Union während der Pandemie ist ebenfalls Thema im Zukunftsdialog: "Wenn wir Italien und Spanien jetzt nicht helfen, zerbricht Europa." Auch 90 Prozent der Instagram-User/innen fordern im Zukunftsdialog-Kanal, dass Deutschland und die Europäische Union Italien und Spanien stärker unterstützen.

>>  Mitdiskutieren: Wie sieht Solidarität in der Corona-Pandemie aus? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

>> 1. Mai unter Motto "Solidarisch ist man nicht alleine!" – Was bedeutet Solidarität für Sie? Schicken Sie Ihr Statement für den Tag der Arbeit an den DGB als Text, Foto oder Video.