Menschliche Arbeitsgestaltung ist ein großer Wunsch im DGB-Zukunftsdialog

Menschliche Arbeitsgestaltung: So diskutieren Bürger bei dem Beteiligungsprojekt "Zukunftsdialog" des DGB

Im DGB-Zukunftsdialog diskutieren Bürgerinnen und Bürger darüber, wie sie arbeiten wollen. Was müssen Arbeitgeber leisten? Welchen Rahmen sollte die Politik abstecken? Wir haben hier die wichtigsten Impulse aus den ersten Monaten des Beteiligungsprozesses zusammengefasst:

Für gerechte Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen

Ob gleiche Bezahlung von Frauen und Männern oder Anerkennung für geleistete Arbeit – gerechte Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen liegen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des DGB-Zukunftsdialogs am Herzen. Verschiedene Formen von Ungerechtigkeit werden auf der Dialogplattform zum Thema gemacht – und dies teils sehr konkret. So sind viele der Meinung, dass insbesondere soziale Berufe in der Gesellschaft nicht angemessen entlohnt und wertgeschätzt werden.

Guter Einblick in die heutige Arbeitswelt

Forderungen nach Tariflöhnen, dem Abbau prekärer Arbeit, mehr Personal, weniger Stress und kürzeren Arbeitszeiten werden erhoben, so zum Beispiel: "Feste Anstellung statt prekärer Arbeitssituation" und eine "Anti-Stress-Verordnung muss mehr sein als Yoga". Die Wertschätzung von Familie und das Thema Work-Life-Balance sind vielen wichtig.

Ein großes Thema ist die Lohngerechtigkeit 

Lebhaft und vielfältig geht die Debatte um Lösungsansätze weiter. "Gleicher Lohn für alle" – dieser weitreichenden Forderung stehen Stimmen gegenüber, die den Lohn an Ausbildung, Arbeitszeiten oder Belastungen knüpfen möchten. Bei der Forderung "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" stehen die ungleiche Bezahlung für Frauen und Männer, aber auch andere Lohnungerechtigkeiten wie die zwischen Ost und West oder die Schlechterstellung von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern gegenüber der Stammbelegschaft in der Kritik (>> Lesen Sie hier mehr zur Diskussion um das wiedervereinigte Deutschland). Daraus leiten sich Forderungen nach gerechteren und höheren Löhnen und Mindestlöhnen ab. Ein Beitrag bestärkt den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften: "Kämpft weiter für den Mindestlohn." Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und am Arbeitsplatz, beispielsweise von Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchteten oder Menschen mit Behinderung, wird zudem als Missstand angeprangert.

Was alle Beitragenden teilen, ist der grundsätzliche Wunsch nach einer Kultur der Anerkennung und Wertschätzung sowie nach Fairness und Gerechtigkeit.

>> Wie sieht für Sie gute Arbeit aus? Diskutieren Sie mit!

>> Das passiert mit den Beiträgen im DGB-Zukunftsdialog

 

Grafik: DGB/BBGK Berliner Botschaft