Kurzarbeit bringt Beschäftigte in finanzielle Notlage: "Schwere Zeiten"

Kurzarbeit beschert vielen Menschen leeres Portemonee

Bereits jedes vierte Unternehmen in Deutschland rechnet aufgrund der Corona-Krise in den nächsten drei Monaten mit Kurzarbeit. Fast 500.000 Betriebe haben sie bereits beantragt. Arbeitslosigkeit und Pleiten werden damit vermieden. Aber: Für Millionen von Beschäftigten heißt das, vom bisherigen Nettolohn bleiben nur noch 60 Prozent, mit Kindern 67 Prozent auf dem Konto. Schwierig wird das besonders für diejenigen, die auch vor der Kurzarbeit wenig verdient haben. Für sie reicht es dann oft nicht mal mehr für die Miete. Sie müssen ihr Kurzarbeitergeld mit Hartz IV aufstocken.

Kurzarbeit: Schwere Zeiten

Ein aktueller Beitrag beim Zukunftsdialog verdeutlicht, wie schwierig Kurzarbeit sein kann: "Als Alleinstehender ohne Kinder erwarten mich ca. 900 Euro im Monat…(60%). Jeden Monat fehlen somit 600 Euro, schwere Zeiten." Haben auch Sie schon Erfahrungen mit Kurzarbeit gemacht? Berichten Sie uns darüber!

Mehr soziale Verantwortung

Die Gewerkschaften fordern in dieser Krisensituation soziale Verantwortung ein. Viele Branchen und Unternehmen haben das Kurzarbeitergeld bereits aufgestockt. Der DGB fordert, dass es mithilfe von tariflichen Regeln in Kurzarbeit mindestens 80 Prozent vom bisherigen Netto gibt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute verkündet, dass er mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über ein höheres Kurzarbeitergeld sprechen möchte.
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Was wird? Diskutieren Sie mit im Zukunftsdialog

Beim Zukunftsdialog möchte der DGB mit Ihnen ins Gespräch kommen zu allem, was Sie gerade bewegt. Was ändert sich gerade in Ihrem Leben? Wie soll unser Leben aussehen, wenn die Corona-Krise überstanden ist? Was brauchen wir alle für gute Arbeit und ein gutes Leben?

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