DGB gibt Raum, um über Energiewende zu diskutieren – auch online

Grafik zum Thema Klimawende

Wie können wir die Interessen von Verbraucherinnen und Verbrauchern, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie der Wirtschaft mit dem Klimaschutz in Einklang bringen? Was müssen wir ändern, um unserer Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel gerecht zu werden? Darüber diskutieren viele Bürgerinnen und Bürger im DGB-Zukunftsdialog.

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Beiträge aus den ersten Monaten des Beteiligungsprozesses:

Energieversorgung und Klimaschutz – für die Mehrheit sind das wichtige Zukunftsthemen, die sofortiges Handeln notwendig machen. Dabei lassen sich zwei Richtungen unterscheiden. Die einen meinen, es solle schnell und radikal ohne Rücksicht auf soziale Belange gehandelt werden. Der Klimawandel müsse oberste Priorität haben: „Wenn das Klima nicht gerettet wird, bringen uns ausreichend Jobs auch nichts mehr.“ Die anderen wollen Klimaschutz sozialverträglich gestalten: "Die sozial Schwachen dürfen bei den 'Fridays for Future' nicht auf der Strecke bleiben." Wie sich Klimapolitik sozial gestalten lässt, dazu haben einige Teilnehmende konkrete Ideen, wie zum Beispiel einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr.

Nachhaltiges Konsumverhalten wird gefordert

Viele Beiträge betonen darüber hinaus die individuellen Möglichkeiten, gegen den Klimawandel vorzugehen und die Umwelt zu schützen: "Jeder muss seinen Beitrag leisten, wie er persönlich kann." Im Zentrum steht das eigene Konsumverhalten. Zum Fleischkonsum meint ein Beitrag: "Wir leben in einer Zeit, in der man wählen kann, ob man diese Produkte konsumiert: Wieso sollte man dann den umweltbelastenden und inhumanen wählen?" Bäume zu pflanzen und Dinge zu reparieren statt wegzuschmeißen werden als konkrete Handlungen empfohlen.

Grüner Marshallplan soll für zehntausende Arbeitsplätze sorgen

Die Debattierenden haben sich intensiv mit ökologischen Fragen beschäftigt und unterbreiten konkrete Vorschläge. "Ein grüner Marshallplan bedeutet zehntausende neue tarifgebundene Arbeitsplätze in öffentlicher Hand." Fahrverbote und das Verbot von Massentierhaltung werden in den Beiträgen ebenso diskutiert wie die Kosten des Fliegens, CO2-Reduktion oder E-Mobilität. Es wird mehr Forschung und Entwicklung gefordert, um den Klimaschutz voranzutreiben. Im Hinblick auf die Zukunft der Kinder und Enkel wird gefragt: "Für alles ist Geld da, aber nicht für die Rettung unseres Planeten?" Um diesen zu retten, brauche es auch die Gewerkschaften. "Die Gewerkschaften müssen eine zukunftsfähige Erzählung über eine nachhaltige und global verallgemeinerbare Produktions- und Lebensweise entwickeln."

>> Was müssen wir im Kampf gegen den Klimwandel aus Ihrer Sicht tun? Diskutieren Sie mit!

>> Das passiert mit den Beiträgen im DGB-Zukunftsdialog

Grafik: DGB/BBGK Berliner Botschaft