Vorheriger Vorschlag

5 G und Informationshype

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit einiger Zeit beobachte ich im öffentlichen Diskurs eine für mich etwas besorgniserregende Entwicklung.

weiterlesen
Nächster Vorschlag

Das Renten-Fiasko fing bereits unter Gerhard Schröder an und war daher voraussehbar

Bereits bei den geplanten Änderungen Anfang 2000 war die Misere bei den späteren RentnerInnen durch die zusätzliche Besteuerung voraussehbar und offensichtlich auch politisch wider besseres Wissen auch so gewollt.

weiterlesen

Stimmt die Struktur des DGB/der DGB-Gewerkschaften noch? Gewerkschaften und EU

Ich habe viele Jahre in einem Facility-Management-Unternehmen gearbeitet und dabei erlebt, dass es
a) keine Gewerkschaft gibt, die von der Organisationsstruktur her passt, b) zwischen den Gewerkschaften sofort ein Kampf/Konkurrenz um die (potentiellen) Mitglieder ausbricht, wenn eine Gewerkschaft in einem Einzelbereich angesprochen wird. c) seit 15 jähren keine tarifpolitische Lösung für die Unternehmen gefunden wurde, so daß bis heute ein großer Teil der Beschäftigten ohne Tarifverträge arbeiten muss. d) eine Kooperation der möglicherweise betroffenen Gewerkschaften (tarif- oder betriebspolitisch) kaum oder gar nicht erfolgt, e) den Beschäftigten keine
wirklichen Lösungen für ihre Probleme (Vergütung, Wegezeiten, Arbeits- und Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaft und in den sogenannten "einfachen Dienstleistungen" (Reinigung, Sicherheit, Catering etc.) vor allen Dingen der Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung etc) angeboten wird. Der Organisationsgrad sinkt und sinkt und die Chancen, dass es zu Tarifverträgen und damit auch zu Gewerkschaftsmitgliedschaften kommt, wird immer geringer. Da nutzen auch die partiellen Miniorganisationserfolge in einzelnen Bereichen nicht. Junge Menschen, Menschen in Dienstleistungsberufen, Frauen etc., werden, wenn die DGB-Gewerkschaften so weiter arbeiten, immer schwieriger zu erreichen sein. In vielen Betriebsversammlungen hatte ich auch den Eindruck, dass -wenn überhaupt - Gewerkschaftssekretäre teilgenommen haben, sie eine andere Sprache sprachen und "über den Köpfen" argumentierten. Alle Erfolge im gesetzlichen oder tariflichen (Stunden-) Mindestlohn kommen nicht an, wenn Teilzeitbeschäftigung und Arbeitszeitverkürzungen vorherrschen. Der Blick der Sozialwissenschaften auf diese Bereiche wird nicht viel helfen, wenn man die Menschen nicht direkt erreicht! Die Gesellschaft ist eine Dienstleistungsgesellschaft, ich habe das Gefühl, die Gewerkschaften leben immer noch im Industriezeitalter. Ein weiteres Thema: ein europäischer Mindestlohn klingt ja gut, aber ich habe keine Vorstellung und lese auch kein Modell, wie der funktionieren soll. Nötig ist aber seit vielen Jahren eine viel bessere und stärkere Kooperation der Gewerkschaften in Europa. Alles, was bislang hier entwickelt wurde, ist Flickwerk. Der EGB ist zahnlos, die europäischen Branchenkooperationen sind nicht viel mehr als Informationsaustausch und im Wirtschafts- und Sozialausschuss spielen die Gewerkschaften nur eine völlig untergeordnete Rolle. Der Großteil der Arbeitnehmer in Europa weiß nicht, was die Gewerkschaften dort machen....Über das Thema Clickworker und Internetportale möchte ich mich nicht noch zusätzlich auslassen....

0 Nutzer haben abgestimmt.

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben