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Lösung für schlechte Lesekompetenz: Lautes Vorlesen

Schon in den neunziger Jahren habe ich bemerkt, dass Jugendliche sehr schlecht lesen. Das Problem ist, wenn man etwas nicht gut kann, macht man es nicht.

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Fehlendes Leseverständnis von vielen Schüler/innen

Das kann ich bestätigen. Hat jedoch nicht immer etwas damit zu tun das die Kinder nicht gut lesen können oder sie nicht entsprechende Unterstützung erhalten.

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Fehlender Wert von Bildung in Familie erschwert jungen Menschen die Schulausbildung

Ich arbeite seit 30 Jahren in der geförderten Ausbildung und erlebe häufig, dass Bildung nicht in allen Familien gleichen Wert hat, das hat weder etwas mit Einkommen noch mit Möglichkeiten zu tun. Eher mit Vorbildwirkung und Verantwortung. Wenn Mama 3x die Woche verschläft und um 10:00 Uhr in die Umschulung kommt, ist das Kind nicht pünktlich in der Schule, verpasst einen Großteil des Unterrichts in der ersten Klasse, fühlt sich schlecht in der Schule und wird sicher ausgegrenzt. Das prägt.

[Auf einen Post zum Thema Chancenungleichheit bei der Bildung haben wir auf Facebook diesen Kommentar erhalten und ihn nachträglich durch die Moderation auf der Dialogplattform eingestellt.]

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Kommentare

Moderationskommentar

Da muss man aber einen Schritt weiter denken. Wenn Menschen selbst keine Bildung und Fürsorge erfahren haben, ist es auch unwahrscheinlich, dass sie diese weitergeben können. Da kommen wir wiederum an den Punkt, dass soziale Klassen sich selbst reproduzieren. Hier kann man sehr wohl gesellschaftlich ansetzen. Und ich wäre dennoch vorsichtig mit der Aussage, dass der Wert der Bildung in diesen Familien unbedingt immer mit Vernachlässigung gleichzusetzen ist. Ich habe zehn Jahre lang ein Netzwerk zur Unterstützung von Kindern aus bildungsfernen und finanziell schlecht aufgestellten Familien aufgebaut und kann sagen, dass dort durchaus auch Eltern waren, die sich einfach nicht zu helfen wussten und es einfach nicht leisten konnten, ihre Kinder zu unterstützen bildungsstechnisch, verzweifelte Eltern, die aber Sprachbarrieren u.ä. hatten - da muss der Staat was anbieten. Und bei den verantwortungslosen Eltern kann ich sagen: die gibt es auch im tollen Bildungsbürgertum, aber da fallen die Kinder dann trotzdem nicht so schnell durchs Netz, weil Geld dann doch genug Sicherheitsmechanismen beschafft. Hier gibt es so viel, was gesellschaftlich und politisch angegangen werden kann und muss. Von der Diskriminierung durch Lehrpersonal fang ich übrigens gar nicht erst an

[Auf einen Post zum Thema Chancenungleichheit bei der Bildung haben wir auf Facebook diesen Kommentar erhalten und ihn nachträglich durch die Moderation auf der Dialogplattform eingestellt.]

 

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