Vorheriger Vorschlag

Sechs Punkte Forderungskatalog

1. Eine zwingend vorgeschriebene Ausbildung zum Metzger.
2.Das Verbot von Leiharbeit und Werkverträge. Keine Sasionarbeit.
3. Einen allgemeinen gültigen Mantel und Entgeldtarifvertrag.

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Nächster Vorschlag

Nur am Abstottern als Frührentner

Ich als früh Rentner nach Tumor OP vor Jahren, muss nebenbei arbeiten gehen sonst könnte ich null leben im teuren Südwesten davon, extra in kleinere Wohnung vor Jahre gezogen die bald so teuer ist wie eine Grössere u.

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Faire Arbeitsbedingungen, Schluss mit prekären Jobs

Ich würde mir am meisten wünschen, dass die im Zug der Agenda 2010 und der Finanzkrise 2008 eingeführten bzw. ausgebauten prekären Beschäftigungsformen wie Werk-, Honorar- und Jahresverträge, freie Mitarbeit oder auch unfreiwillige Solo-(Schein-)Selbstständigkeiten endlich als Irrweg erkannt werden. Dadurch wird lediglich Arbeitslosigkeit verschleiert und Altersarmut verursacht. Ich wollte nie freiberuflich tätig sein, konnte aber in 12 Jahren keinen Festvertrag bekommen, trotz ständiger Bemühungen. Ich will nicht den Rest meines Berufslebens so verbringen. Jetzt trifft es uns mit am Härtesten. Unsere Gesellschaft ist so organisiert, dass ein unbefristeter Vetrag für sehr vieles die Voraussetzung ist – z.B. für Wohneigentum, auch als Altersvorsorge. Stattdessen zahlen wir Wuchermieten. Viele Menschen meiner Generation (1980) hatten nie einen Vertrag, sondern schlagen sich irgendwie durch. Vielfach werden wir obendrein noch beleidigt, wie kürzlich in einem Tagesspiegel-Artikel von Ursula Weidenfeld. Ich bin freiwillig arbeitslosenversichert, habe noch nie ALG beantragt und brauche auch jetzt seit April meine eigenen Rücklagen auf – zum dritten Mal in meinem Berufsleben, dabei wollte ich mir immer Eigenkapital für eine Wohnung ansparen. Sehr viele von uns sind nicht aus Gründen der "Selbstverwirklichung" selbstständig, es gibt oft nur einfach keine Alternativen. Selbst im öffentlichen Dienst hatte ich immer nur Drei-Monats-Veträge. Reguläre Arbeitsverträge sollten endlich wieder die Regel werden. Die ständige Unsicherheit und die regelmäßigen Crashs – in der Coronakrise verliere ich gerade zum dritten Mal innerhalb von 15 Jahren alles – zehren sämtliche Kräfte auf.

Dabei kann man auch gern gleich über Arbeitszeiten oder Jobsharing-Modelle diskutieren. Arbeit gibt es genug, ich sehe aber immer wieder, dass manche sich halb tot arbeiten und andere nicht ausgelastet sind. Ich halte es für realistisch, dass in einer modernen Gesellschaft die meisten von 30 Stunden in der Woche leben können und dann auch mehr Zeit für ihre Familien haben.