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Gesetzlich Pflicht für allgemeinverbindliche Tarifverträge

In der Corona-Krise zeigt sich erst wieder, wie extremst wichtig Tarifverträge sind. Die Arbeitgeber hatten lange genug Zeit, das selbst einzusehen. Nach der Krise müssen wir da ein härteres, gesetzliches Mittel einführen.

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Keine Sonderrechte für Immobilienbesitzer

[Auf die Frage „Was braucht es aus deiner Sicht, damit Beschäftigte in Kurzarbeit gut durch die Krise kommen?“ haben wir auf Facebo

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Babsi

Wir werden Ende des Monats wegen Coronapandemie gekündigt, darf das der Arbeitgeber ohne weiteres?

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Kommentare

Moderationskommentar

Hallo Babsi,
wir haben vom Online.Redaktionsteam folgende Rückmeldung zu Ihrer Frage erhalten:

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Frage. Eine Kündigung muss, damit sie rechtmäßig ist, sozial gerechtfertigt sein. Das bedeutet – es braucht dafür sachliche Gründe. Die aktuelle Krise ist nicht automatisch ein solcher Grund. Daher sollten Sie nicht einfach so die Kündigung hinnehmen, sondern sie in jedem Fall rechtlich überprüfen lassen.

Wichtig zu wissen: Eine Klage gegen die Kündigung muss innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht eingehen – das gilt auch in Zeiten von Corona. Ausnahmsweise ist die nachträgliche Zulassung verspäteter Klagen möglich, wenn der Arbeitnehmer trotz Anwendung aller ihm nach Lage der Umstände zuzumutenden Sorgfalt daran gehindert ist, die Klage innerhalb von 3 Wochen einzureichen. Dieser Antrag ist nur innerhalb von 2 Wochen nach Behebung des Hindernisses zulässig und kann nach 6 Monaten ab Ende der Frist gar nicht mehr gestellt werden (§ 5 Abs. 3 KSchG).

Wichtige Informationen zu dem Thema hat der DGB hier zusammengefasst: https://www.dgb.de/-/xCj. Lassen Sie sich am besten auch persönlich von Ihrem Betriebsrat und/oder Ihrer Gewerkschaft beraten, wenn es einen Betriebsrat in Ihrem Unternehmen gibt und Sie Gewerkschaftsmitglied sind (https://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/gewerkschaften-im-dgb).

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und hoffen, dass Sie trotz allem gut durch die Krise kommen.

Ihr Online-Redaktionsteam des DGB-Zukunftsdialogs

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