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Absolutes Grundeinkommen

Es wird sich viel durch die Digitalisierung die Arbeitswelt sehr nachhaltig verändern dadurch ist es nötig alle so abzusichern das keiner mehr Hartz IV oder sonstige Gelder benötigt.

Kommentare

Es ist dringend notwendig, dass sich die Gewerkschaften endlich den Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) konstruktiv stellen und nicht aus der Angst insbesondere einiger Funktionäre sich dem Dialog darüber verweigern. Bei Einführung eines BGE wird es immer noch um den Kampf um gute Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung, Teilhabe, usw. gehen. Denn das BGE beendet nur den Zwang zur Erwerbsarbeit, sich ausbeuten zu lassen, zu schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten zu müssem, usw., nicht jedoch den Wunsch sich ggf. einer sinnvollen Tätigkeit zu stellen, weil mensch beispielsweise gerne Krankenschwester ist, oder anderen Unterstützung zukommen lassen will.
Ein BGE kann nicht den Vorstellungen beispielsweise eines Herrn Straubhaar entsprechen, also den Sozialstaat abzubauen, ganz im Gegenteil, der Sozialstaat muss ausgebaut werden, der Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge wie z.B. der ÖPNV ausgebaut werden. Neoliberalen Vorstellungen eines BGE muss deswegen eine konsequente Absage erteilt werden, genauso wie den Vorstellungen eines Herr Kaeser (Siemens) oder Herrn Höttges (Telekom), die im Wissen um einen Arbeitsplatzabbau insbesondere im Kontext mit der Digitalisierung gerne die Löhne abschaffen wollen und sich durch ein Grundeinkommen den Absatz ihrer Produkte und Dienstleistungen sichern wollen.
Nein, wir brauchen ein emanzipatorisches bedingungsloses Grundeinkommen, dass den vier Grundbedingungen entspricht, nämlich mit einem Rechtsanspruch, ohne Bedürftigkeitsprüfung, ohne Gegenleistung insbesondere kein Arbeitszwang und viertens die Existenz in guter Weise (sprich mehr als die Regelsätze von Hartz IV) und die Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht. Dazu gehört auch eine Bürgerversicherung, die gegen die Unbillen des Lebens absichert.

Die Befürworter des Grundeinkommens sollten darüber nachdenken, warum sie Leute - wie den vorgenannten SIEMENS-Chef Joe Kaeser - auf ihrer Seite haben. Ob ein Grundeinkommen nun "emanzipatorisch" oder "bedingungslos" ist, ist doch eigentlich schnuppe. Entscheidend ist, dass die Kapitalisten Menschen mit Verweis auf das Grundeinkommen ach so sozialverträglich nach Hause schicken können. Dann kann auch ein Herr Kaeser nachts wieder besser schlafen und muss sich vor allem nicht mit widerspenstigen Gewerkschaften auseinandersetzen, die gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen um jeden SIEMENS-Standort (z.B. Dampfturbinenwerk Görlitz) kämpfen und dabei Erfolge erzielen. Görlitz ist Dank des gewerkschaftlichen Kampfes nun Wasserstoffkompetenzzentrum und man sollte vielleicht mal hinfahren und mit den Kolleginnen und Kollegen reden, ob sie das lieber in ein mäßiges Grundeinkommen (mit viel Freizeit) eintauschen würden.

Ganz abgesehen davon, ist für die Finanzierung eines "emanzipatorischen" Grundeinkommens eine gigantische Umverteilung nötig, die politisch nicht durchsetzungsfähig ist, wenn man mal ein paar simple Überschlagsrechnungen und Gegenüberstellungen von Budgets anstellt: http://www.iaq.uni-due.de/iaq-standpunkte/2017/sp2017-03 .